10 Tage Regen, wieso?

Ein Tag voller Enttäuschungen, es ist bereits das zweite mal nach kurzer Zeit an dem das Wetter genau dann nicht mitspielt, wenn wir es am wenigsten erwartet hätten. Es ist kurz vor 9 uhr, als für uns das Abenteuer Lofoten beginnen sollte.

Wir fahren in den nächsten Ort rein, der uns bereits empfohlen wurde, doch vor 10 Uhr war auch hier nichts zu holen. Die Unterkunft die uns ebenfalls empfohlen wurde, hat erst ab Mai wieder offen und das war keine Option für uns.
Andy machte Bekanntschaft mit einigen Anwohner, so dass zu mindesten fest Stand – wir haben eine Möglichkeit zum duschen und zum Kaffee trinken.

In dem kleinem gemütlichen Kaffee, schien die Zeit stehen geblieben zusein, die Möbel und Einrichtung erinnern an die Besiedlungszeit der Lofoten. Der Kaffee war ausgesprochen lecker und regte zur einer Unterhaltung an. Wir erzählten der jungen Dame hinter dem Tresen – wir seien auf den Lofoten zum fotografieren und natürlich wegen der Nordlichter. Sie meinte daraufhin, das wir dann sicherlich in der letzen Nacht gut zu tun hatten. Doof war jetzt nur – hatten wir nicht. Denn laut unserer Nordlichter App sei gestern nichts zu sehen gewesen und erst ab Donnerstag wieder freie Sicht. Nun waren wir doch tatsächlich mal länger auf (ca. 22.30 Uhr) und bekommen nichts mit, wie die grün schimmernden Sonnenwinde gegen 23.30 Uhr ihr farbenfrohes Spiel beginnen. Dies war bereits der zweite gefühlte Faustschlag an dem heutigen Tag. Nun gut – wir konnten nur hoffen, dass sich die Prognose “die nächsten 10 Tage bewölkt und regen, sowie KEINE Chance auf Nordlichter irren und wir doch noch dazu kommen.

Wir gehen vom Kaffee gleich zu der jungen Dame rüber – die uns für 40 NOK (1 € = 8 NOK) die Duschen überlässt. Eine Dusche hat doch schon etwas wohltuendes und lässt kurz vergessen, was wir wohl gerade für ein Pech hatten.

Nach dem Duschen gab es das Frühstück, was aber nicht lang dauerte, da wir nun endlich ein paar Fotos machen wollen.

Direkt am Hafen passierte mir dann das nächste Unglück, mir fiel der Objektivschutz aus der Hand, durch den Steg, direkt ins Wasser und auf nimmer Wiedersehen. Ganz ehrlich – jetzt kann eigentlich nichts mehr kommen. Es breiten sich erste Gedanken in meinem Kopf aus, ab nach Hause und nächstes Jahr nochmal. Doch die Gedanken waren nur von kurzer Weile.

Wir haben am Ende des Tages vlt 5 gute Bilder im Kasten und sitzen nun im Van, weil es draußen sinnflutartig regnet und wissen nicht wie es weiter gehen soll.